Veranstaltung
Theaterstück: Ewigkeitslast
Eine Stückentwicklung zum Thema Frauenhaus, Frauen, die vor Gewalt in Nahbeziehungen flüchten von Adnan Zecevic und Anna Buterus
Am 14. März 2026 fand die Premiere des Theaterstücks „Ewigkeitslast“ in der Quartiershalle statt.
„Ewigkeitslast” greift die Erfahrungen von gewaltbetroffenen Frauen auf und verwebt sie mit der Bildsprache des Bergbaus, der das räumliche Zentrum der Handlung bildet. Ewigkeitslast beschreibt Folgekosten und Belastungen, die nach Beendigung eines Bergbaus entstehen oder bleiben. Das Land und die Natur brauchen Jahre und manchmal Jahrzehnte, um sich von der Ausbeutung zu erholen. Die einstige Schwerindustrie und ihre Nachwirkungen bilden den Resonanzraum für Erfahrungen von gewaltbetroffenen Frauen. Ein Abstieg in die Finsternis, in einen Raum, der oft unbeachtet bleibt, in die Psyche von Frauen, die der Last der Ausbeutung und Gewalt ausgesetzt waren und sich aus dieser “Höhle” zu befreien versuchen.
Im Laufe der Inszenierung nähern sich beide Ebenen an: das Industrielle und das Körperliche. Aus der Trennung entsteht ein hybrider Klangraum, in dem sich Geschichte und Gegenwart, Körper und Landschaft, Trauma und Widerstand überlagern. Die Dichotomie der Unsichtbarkeit und der Hoffnung auf Sichtbarkeit zieht sich durch den gesamten multimedialen Ansatz des Stückes, bestehend aus Text, Spiel, Performance, Musik und Sound.
Interviews als Textquellen
Für die Textentwicklung von „Ewigkeitslast” wurden Interviews mit Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen von Frauenhäusern im Ruhrgebiet geführt. Die anonymisierten Geschichten und Erfahrungen der Frauen dienten der Textgrundlage, die von sechs Spielerinnen verkörpert werden.
Besetzung
Siri Bertram, Tilda Ortu, Jette Piel, Regina Röger, Irene Schlump, Ulla Sepp
Triggerwarnung
Kennzeichnung von sensiblen Inhalten.
Die Inszenierung enthält vielfältige Formen patriarchaler und struktureller Gewalt.
Diese werden sowohl verbal, visuell und teilweise auch auditiv dargestellt.
- explizite Darstellung und Erwähnung körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt ausgeübt von Ex-Partnern und Familienangehörigen
- Familie, Kinder
- suizidale Gedanken
- Erwähnung von Waffen
- (Ernährung)
- Bass, Nebel
- psychische und physische Gewalt
Tickets auf Spendenbasis
Ort: Quartiershalle in der KoFabrik, Stühmeyerstraße 33, 44787 Bochum — Karte anzeigen
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